Upcycling im Parlament

Kleiner Ausblick in die Zukunft:

Wer im Sommer 2020 das Besucherzentrum des österreichischen Parlaments besuchen wird, den erwartet nicht nur ein rundum erneuertes, offenes Gebäude – der kann auch ganz besondere Souvenirs mit nach Hause nehmen: heidenspass ist eingeladen, alte Einrichtungsmaterialien des Parlaments kreativ umzugestalten.

Upcycling im großen Stil mit einem sozialen Hintergrund. Es wird eine Großbaustelle und ein Mammutprojekt der Logistik: Wenn Gerhard Marschall, Kommunikationsleiter der Parlamentsgebäudesanierungsgesellschaft m.b.H., heute durch das Parlament an der Wiener Ringstraße führt, dann sind seine Gedanken bereits bei dem neuen Gebäude und bei den Ausweichquartieren, in denen während der dreijährigen Sanierungsphase von Sommer 2017 an Nationalrat, Bundesrat und die parlamentarischen Ausschüsse tagen werden.Von ihm, Marschall, stammt auch die Idee, Materialien, die nach dem Umbau definitiv nicht gebraucht werden und ausgeschieden werden können, in Form von Upcycling wieder zu verwerten: „Es wird selbstverständlich nicht das gesamte Gebäude entrümpelt, denn vieles ist historisch wertvoll und denkmalgeschützt. Das wird seinen Platz in Museen finden, wenn es im neuen Parlament nicht verwendet wird. Einiges wird aber tatsächlich ausgeschieden und dieses Material wollen wir durch soziale Einrichtungen wie heidenspass und garbarage upcyclen lassen. Für uns ist das ein sehr reales Projekt, das mit der Bauherrin, Nationalratspräsidentin Doris Bures, so auch besprochen wurde.“

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Auf die Frage, wie er denn gerade darauf gekommen sei, bei heidenspass nachzufragen, antwortet Marschall sehr modern: Auf die Idee, Materialien aus dem Parlament wieder zu verwerten, habe ihn die Wiederverwertung von Songcontest-Planen in Designer-Taschen gebracht. Und dann habe er gegoogelt.

Das Projekt „Upcycling im Parlament“ fügt sich laut Marschall insgesamt sehr stimmig in die Umbaupläne. Transparenz und ffnung, das sind die Leitlinien der Sanierung, die im Zuge der Planungs- und Sondierungsarbeiten immer größere Ausmaße angenommen hat. Ausgehend vom Kupferdach, dessen Renovierung unausweichlich wurde, hat man sich 2014 auf die „Nachhaltige Sanierung“ des Parlamentsgebäudes geeinigt. Im Kern umfasst die Sanierung die vertikale Erschließung durch vier neue Stiegenhäuser, die ffnung des Nationalratssitzungssaals für Tageslicht und die Einrichtung eines neuen Besucherzentrums mit insgesamt vier Terrassen. Alles unter Einhaltung der Bestimmungen zur Barrierefreiheit und Erdbebensicherheit. „Was aber genauso wichtig ist wie die baulichen Erneuerungen, liegt im Change Management: Der Umbau bedeutet auch eine große Umstellung hin zu transparentem Arbeiten und transparenter Kommunikation. Als Leiter der Kommunikation in der Sanierungsgesellschaft ist es mir wichtig zu vermitteln, dass diese Veränderungen als Chance, nicht als Bedrohung wahrgenommen werden. Der Umbau mit dem Umzug des Betriebes während der Bauzeit ist ein sehr exponiertes Projekt. Wir möchten sowohl die Bevölkerung wie auch die fast 1.000 internen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so transparent und offen wie möglich informieren. Das Projekt und die Kommunikation darüber sind auch ein Beispiel für gelebte Demokratiepolitik“, schließt Marschall den Rundgang ab.

Gerhard Marschall koordiniert die Kommunikation über die Sanierung des Parlaments. Er will im Sinne moderner Demokratiepolitik „transparent kommunizieren, ohne die ffentlichkeit zu belästigen“ und gleichzeitig nach innen die mit dem Umbau verbundenen Chancen deutlich machen.

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