Im Gespräch mit Stadtrat Michael Ehmann

Am Freitag, dem 8. Juli, hieß die heidenspass-Küche einen besonderen Gast willkommen: den frisch angelobten Stadtrat Michael Ehmann. Der ausgebildete Zahntechniker und ehemalige Nationalratsabgeordnete kochte zusammen mit den Jugendlichen des Kochprojektes von heidenspass einen bosnischen Polenta-Auflauf. Im Anschluss nahm er sich noch die Zeit, einige Fragen zu beantworten.

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Herr Ehmann, Sie waren heute zu Gast in der heidenspass-Küche. Wie empfanden Sie das Kochen mit den Jugendlichen und die bunte Atmosphäre?

Gemeinsam Kochen macht Spaß. Es verbindet, man kommt dabei leichter ins Gespräch, ist sehr persönlich miteinander und die Jugendlichen trauen sich auch leichter aus sich heraus - eine gute Sache! Und das gemeinsame Essen dann natürlich auch. (lacht)
heidenspass ist ja ein Projekt für Jugendliche.

Wie war Ihre Jugend? Wie haben Sie den Übergang zwischen Schule und Beruf erlebt?

Aus heutiger Sicht kann ich sagen: Meine Jugend war sehr unbeschwert. Der Übertritt von der Schule in die Lehre war etwas stressig, weil Lehrberufe damals auch schon relativ schwer zu bekommen waren. In dem Beruf, für den ich mich interessiert habe, war es gar nicht einfach, eine Lehrstelle zu finden. Ich habe dann aber gleich zu Ferienbeginn angefangen zu arbeiten. Ich hatte das Glück, tatsächlich eine Lehrstelle zu bekommen und das war mir natürlich wichtiger als die Ferien.

Warum engagieren Sie sich für das Unternehmen heidenspass?

Ich finde den Zugang des Projektes sehr gut: Sich um Jugendliche kümmern, die de facto sonst allein gelassen würden. Die MitarbeiterInnen von heidenspass machen das in hervorragender Art und Weise. Sie zeigen den Jugendlichen etwas Wesentliches für ihr Leben, nämlich dass Arbeit sinnstiftend sein kann. Durch das Projekt wird den jungen Leuten auch vermittelt, dass sie wichtig für die Gesellschaft sind und dass sie gebraucht werden.

Worin sehen Sie die Chancen für das Projekt?

Die Chance des Projektes ist ein Fußfassen am Arbeitsmarkt. Die Jugendlichen werden dabei unterstützt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und Verantwortung dafür zu übernehmen.

Was wird die Zukunft für heidenspass bringen?

Da müsste ich jetzt in die Glaskugel schauen. Im Idealfall, das meine ich jetzt auf keinen Fall gegenüber heidenspass negativ, würde man derartige Projekte nicht benötigen. Damit meine ich, dass die Jugendlichen gar nicht erst so aus dem gesellschaftlichen Leben herausfallen. Das wäre mein Wunschgedanke, aber davon sind wir leider noch weit entfernt. Ich bin sicher, dass Projekte wie heidenspass auch in der Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten.

Worin bestehen Ihre größten Anliegen für die Zukunft der Stadt Graz in Hinsicht auf Soziales?

Das soziale Netz in Graz muss gespannt bleiben und niemand darf zurückgelassen werden. Ich glaube, das Wesentliche der Armutsbekämpfung ist, Arbeitsplätze zu haben beziehungsweise zu scha en. Hier gilt es einen großen Beitrag zu leisten, um Graz lebenswerter und vor allem leistbarer zu machen.

Danke für das Interview!

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